Eine Tänzerin hängt eingebunden in eine rote Stoffbahn wie ein Kokon unter der Hallendecke einer stillgelegten Industriehalle.
Ein Violinist spielt in einer Art und Weise auf die Tänzerin ein, dass die Knoten des Tuches sich langsam lösen und sie rutschend, drehen auf den mit Wasser gefüllten Hallenboden zu stürzen droht
Eine junge Frau rudert wie besessen durch Berlin. Sie passiert im Morgengrauen die Oberbaumbrücke, rudert vorbei an Watergate, Badeschiff, biegt in die Halle ein und gleitet genau im Moment des Sturzes mit dem Boot rettend unter die Tänzerin.
Dies ist Rahmenhandlung und zugleich bindende Struktur für drei ineinander greifende Episodengeschichten, die völlig ohne Worte auskommen, in denen drei Menschen den Mut haben festgefahrene Situationen aufzulösen:
Durch die Aussöhnung mit seinem Vater findet ein erwachsener Sohn seine Liebesfähigkeit.
Eine Reiterin hört auf ihr Herz und findet ihr Pferd wieder.
Durch den Mut aus ihrer Ehehölle auszubrechen, findet eine Frau ein bisher völlig unbekanntes und volles Leben .
Und zwei Menschen finden sich.
Ein Kurzfilm, 9min, mit Muriel Baumeister, Bernhard Schir,
Gerd Wameling, Jana Klinge, Nina Moser, Rainer Strecker
Elisabeth Hofmann und Martin Stiefermann; begleitet von der Musik des Komponisten Myroslaw Bytz.
Buch und Regie: Rainer Strecker
Drehzeit 12.-14.7. 09